Die Gesichter hinter den Würfeln

Ercan Recan - Präsident

Seit wann bist du bei der Swiss Backgammon Association – und wie bist du dazu gekommen?
Ich bin seit etwa 2011/2012 bei Swiss Backgammon aktiv. Während meiner Studienzeit in Zürich bin ich zufällig im Café Bubbles auf ein Backgammonbrett gestossen und habe spontan ein Match gespielt. Einige Jahre später tauchte ich mit dem grossen Holzbrett, das ich von meinem Grossvater geerbt habe, beim wöchentlichen Treff auf und wurde von der damaligen Kerngruppe herzlich aufgenommen sowie ins Chouettespiel und den Doubling Cube eingeführt.

Was fasziniert dich am Backgammon am meisten?
Mich begeistert, dass die Spannung vom ersten bis zum letzten Würfelwurf fast immer präsent ist. Zudem lassen sich im Backgammon erstaunlich viele Aspekte des Lebens wiederfinden.

Welche Aufgabe im Vorstand reizt dich besonders – und warum?
Das Präsidium, weil ich dadurch mit allen Facetten der Vorstandsarbeit in Berührung komme – und gleichzeitig feststelle, welche Aufgaben ich nicht unbedingt vermisse.

Was möchtest du mit dem aktuellen Vorstand bewegen oder verbessern?
Mir ist wichtig, dass den Mitgliedern wieder regelmässig Turniere angeboten werden – idealerweise solche, bei denen ich selbst auch mitspielen kann.

Wenn dein Backgammon-Stil ein Tier wäre – welches und weshalb?
Ein Schimpanse: neugierig, energiegeladen und manchmal etwas unberechenbar – passend zu meinem Spielstil.

Was machst du, wenn du nicht würfelst oder über den Doubling Cube grübelst?
Viel Zeit bleibt dafür nicht. Ich verbringe sie vor allem mit meiner Partnerin und gehe weiterhin einer Arbeit nach – schliesslich gewinne ich noch zu wenige Turniere, um davon leben zu können.

Welche Person oder welcher Moment hat dich im Verein besonders geprägt?
Der Rücktritt von Jacques als Präsident, da dieser Moment das Fortbestehen des Vereins ernsthaft infrage stellte.

Was dürfen die Mitglieder von dir nicht erwarten – und was ganz sicher schon?
Niemand sollte erwarten, dass sich Ideen von selbst umsetzen. Ein Verein lebt vom Engagement vieler. Der Vorstand prüft Anliegen sorgfältig und unterstützt deren Umsetzung, wo immer es möglich ist.

Drei Worte, die dich am Brett beschreiben
Optimistisch. Enthusiastisch. Leichtsinnig.

Cevdet Cebe - Kassier

Seit wann bist du bei der Swiss Backgammon Association – und wie bist du dazu gekommen?
Ich bin seit 2017 bei der Swiss Backgammon Association dabei. Auf den Verein aufmerksam wurde ich über die Website der SBA, zu einer Zeit, als sich die Szene noch regelmässig im Bubbles in Zürich traf.

Was fasziniert dich am Backgammon am meisten?
Backgammon ist für mich wie das Leben: Man kann viel beeinflussen, aber ohne Glück geht es nicht. Genau diese Mischung aus Freiheit, Strategie und Zufall macht das Spiel für mich so spannend.

Welche Aufgabe im Vorstand reizt dich besonders – und warum?
Ich mag meine Rolle in der Buchhaltung. Ich arbeite gerne mit Zahlen und sehe es als meine Aufgabe, verantwortungsvoll mit dem Geld des Vereins umzugehen und für finanzielle Ordnung zu sorgen.

Was möchtest du mit dem aktuellen Vorstand bewegen oder verbessern?
Ich denke, wir haben das Potenzial, grössere Turniere zu organisieren. Das ist eine grössere Herausforderung, aber ich hoffe, dass eines Tages mehr als 100 Spielerinnen und Spieler an unserer Schweizer Meisterschaft teilnehmen.

Wenn dein Backgammon-Stil ein Tier wäre – welches und weshalb?
Ein Lemur: verspielt, aufmerksam und mit viel Freude am Spiel. Gleichzeitig respektvoll und höflich – und mit einer Portion Humor, die man auch am Brett spürt.

Was machst du, wenn du nicht würfelst oder über den Doubling Cube grübelst?
Wenn ich in Zürich bin, spiele ich Badminton oder Flipper und verbringe Zeit mit meinen zwei Katzen. Ansonsten reise ich gerne – entweder mit dem Motorrad oder im Campervan.

Welche Person oder welcher Moment hat dich im Verein besonders geprägt?
Die Organisation der Schweizer Meisterschaft 2025. Die Zusammenarbeit im Team war stark – wir haben wie ein Schweizer Uhrwerk funktioniert.

Was dürfen die Mitglieder von dir nicht erwarten – und was ganz sicher schon?
Der Vorstand ist in dieser Zusammensetzung noch neu, auch für mich. Wir lernen viel, geben unser Bestes und werden Schritt für Schritt besser.

Drei Worte, die dich am Brett beschreiben
Ehrlich. Fokussiert. Humorvoll.

Marcus Bitterlich – Sekretariat / Aktuariat

Seit wann bist du bei der Swiss Backgammon Association – und wie bist du dazu gekommen?
Ich spiele seit über 20 Jahren Backgammon und bin seit rund fünf Jahren aktiv in der Schweizer Community dabei. Die Kombination aus Strategie, Statistik und Psychologie hat mich früh fasziniert – und in der Schweizer Szene habe ich schnell die grosse Leidenschaft für das Spiel gespürt.

Was fasziniert dich am Backgammon am meisten?
Backgammon ist für mich die perfekte Verbindung aus analytischem Denken und menschlicher Intuition. Man entscheidet unter Unsicherheit und mit Wahrscheinlichkeiten, und trotzdem bleibt das Spiel lebendig, überraschend und zutiefst menschlich.

Welche Aufgabe im Vorstand reizt dich besonders – und warum?
Als Aktuar reizt mich die Rolle, weil sie Struktur, Transparenz und Genauigkeit verlangt. Es liegt mir, komplexe Sachverhalte verständlich zu machen und dafür zu sorgen, dass Entscheidungen auf einer soliden Basis stehen.

Was möchtest du mit dem aktuellen Vorstand bewegen oder verbessern?
Ich möchte Swiss Backgammon organisatorisch und kommunikativ weiter professionalisieren. Gleichzeitig ist mir wichtig, dass die Offenheit der Community und die Freude am Spiel erhalten bleiben und gestärkt werden.

Wenn dein Backgammon-Stil ein Tier wäre – welches und weshalb?
Ein impulsives Faultier: meist ruhig, geduldig und gelassen – bis der richtige Moment kommt und ein überraschender Zug alles verändert.

Was machst du, wenn du nicht würfelst oder über den Doubling Cube grübelst?
Ich verbringe gerne Zeit mit meinem Hund und tanke Energie im Tessin, am liebsten dort, wo es Sonne, Ruhe und gutes Essen gibt.

Welche Person oder welcher Moment hat dich im Verein besonders geprägt?
Besonders prägend ist für mich das kollegiale Miteinander im Verein: die offene Stimmung, die Geselligkeit und die gegenseitige Hilfsbereitschaft. Diese Atmosphäre macht Swiss Backgammon für mich zu einer Gemeinschaft, in der man sich gerne engagiert.

Was dürfen die Mitglieder von dir nicht erwarten – und was ganz sicher schon?
Keine diplomatischen Ausweichmanöver, wenn etwas verbessert werden muss. Dafür Klarheit, Engagement und einen strukturierten Blick auf das gemeinsame Ziel.

Drei Worte, die dich am Brett beschreiben
Analytisch. Geduldig. Überraschend.

Anthoula Katsiana – Sekretariat / Aktuariat

Seit wann bist du bei der Swiss Backgammon Association – und wie bist du dazu gekommen?
Seit rund 2012 bin ich Teil der Backgammon-Community, vor allem in Zürich. Eingestiegen bin ich über den damaligen Backgammontreff im Bubbles in Zürich. Darüber lernte ich die Swiss Backgammon Association, die Turniere und die Community in der ganzen Schweiz kennen. 2025 bewarb ich mich für den Vorstand und bin seither Teil davon.

Was fasziniert dich am Backgammon am meisten?
Mich begeistert die Mischung aus Intuition, Mathematik und völlig unvorhersehbaren Momenten. Meine Verbindung zum Spiel reicht bis in die Kindheit zurück, als ich in den Sommerferien in Griechenland stundenlang mit meiner Familie spielte. Für mich gehören Würfelglück, Bauchgefühl und das gemeinsame Analysieren genauso dazu wie das Streben nach dem korrekten Spiel.

Welche Aufgabe im Vorstand reizt dich besonders – und warum?
Mir ist wichtig, dass Entscheidungen sauber dokumentiert und nachvollziehbar festgehalten werden. Deshalb übernehme ich gerne Protokolle und strukturiere Abläufe, damit der Verein transparent und verlässlich arbeiten kann.

Was möchtest du mit dem aktuellen Vorstand bewegen oder verbessern?
Mein Ziel ist es, den Verein organisatorisch zu stabilisieren und langfristig abzusichern. Durch effizientere Strukturen und die seit Mitte 2025 laufende Umstrukturierung soll neue Energie entstehen, um die Backgammon-Szene in der Schweiz weiter auszubauen.

Wenn dein Backgammon-Stil ein Tier wäre – welches und weshalb?
Ein Delfin: gesellig, verspielt und ständig in Bewegung. Besonders in der Chouette lebe ich vom Austausch, von Kommentaren und von der gemeinsamen Dynamik – im Turnier aber auch mal konzentriert und ruhig.

Was machst du, wenn du nicht würfelst oder über den Doubling Cube grübelst?
Ich arbeite als Architektin, was viel Zeit beansprucht. Den grössten Teil meiner freien Zeit verbringe ich mit meiner Familie, besonders mit meinem Sohn – beim Spazierengehen, im Kino oder bei Brett- und Kartenspielen.

Welche Person oder welcher Moment hat dich im Verein besonders geprägt?
Sehr prägend war der herzliche Empfang in der Backgammontreffgruppe im Bubbles, insbesondere durch Jacques Wehli und Denise Kaiser (woohoo, noch eine Frau!). Obwohl ich den Doubling Cube lange nicht kannte, wurde mir geduldig geholfen statt belächelt. Auch während der Corona-Zeit war Backgammon ein wichtiger sozialer Anker und Grundlage für viele Freundschaften.

Was dürfen die Mitglieder von dir nicht erwarten – und was ganz sicher schon?
Keine tiefen Zitate aus der Backgammon-Theorie, dafür verlässliche Arbeit, Struktur und ein offenes Ohr für die Anliegen der Mitglieder.

Drei Worte, die dich am Brett beschreiben
Kommunikativ. Loyal. Spielfreudig.

             Joel Kunz – Turnierdirektion

Seit wann bist du bei der Swiss Backgammon Association – und wie bist du dazu gekommen?
Seit rund acht Jahren. Ernst Kümin hat mich damals online entdeckt und kontaktiert. Kurz darauf hat mich Ercan mit sehr optimistischen Versprechungen in den Vorstand geholt.

Was fasziniert dich am Backgammon am meisten?
Den optimalen Spielzug zu finden. Angefangen habe ich online; die Analysefunktionen bei BG Galaxy haben mich endgültig gepackt.

Welche Aufgabe im Vorstand reizt dich besonders – und warum?
Ich möchte meinen Beitrag leisten und sehe das Ganze als Freundschaftsdienst – noch. Mein Ziel ist es, Turniere zu organisieren, bei denen sich die Community wohlfühlt und gerne teilnimmt.

Was möchtest du mit dem aktuellen Vorstand bewegen oder verbessern?
Die gute Arbeit meiner Vorgänger weiterführen und schrittweise Verbesserungen umsetzen. Eine neue Turnierserie an einer neuen Location ist durchaus denkbar.

Wenn dein Backgammon-Stil ein Tier wäre – welches und weshalb?
Eine Schlange: geduldig, unauffällig – und im entscheidenden Moment gnadenlos.

Was machst du, wenn du nicht würfelst oder über den Doubling Cube grübelst?
Ich schaue mich um, lasse mich ablenken – und vergesse gelegentlich zu cuben.

Welche Person oder welcher Moment hat dich im Verein besonders geprägt?
Es gab viele prägende Begegnungen. Ich habe im Verein grossartige Menschen kennengelernt und bin froh, Teil dieser Community zu sein.

Was dürfen die Mitglieder von dir nicht erwarten – und was ganz sicher schon?
Man darf Fairness erwarten, aber keine Nachsicht.

Drei Worte, die dich am Brett beschreiben
Nervös. Engagiert. Emotional.

Tuncay Koc - Marketing & Website-Administration

Seit wann bist du bei der Swiss Backgammon Association – und wie bist du dazu gekommen?
Backgammon begleitet mich seit meiner Kindheit: Mein Onkel brachte mir "Tavla" bei, und über viele Jahre war er mein wichtigster Gegner und Lehrmeister. 2023 suchte ich erstmals gezielt nach Turnieren in der Schweiz und stiess dabei auf die SBA. An der Schweizer Meisterschaft in Baden spielte ich mein erstes offizielles Turnier – und kam dort zum ersten Mal mit dem Doubling Cube in Kontakt. Ab diesem Moment hatte das Spiel für mich eine neue Dimension.

Was fasziniert dich am Backgammon am meisten?
Mich fasziniert die Vielfalt der Menschen, die dieses Spiel spielen – aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Denkweisen. Erst durch die Community wurde mir bewusst, wie international Backgammon ist und wie sehr man an unterschiedlichen Spielstilen wachsen kann. Jede Partie ist eine neue Herausforderung.

Welche Aufgabe im Vorstand reizt dich besonders – und warum?
Die Arbeit am Computer liegt mir, besonders wenn es darum geht, Inhalte zu strukturieren, sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln. Im Bereich Marketing und Website sorge ich dafür, dass der Verein nach aussen klar, aktuell und zugänglich auftritt.

Was möchtest du mit dem aktuellen Vorstand bewegen oder verbessern?
Mir ist wichtig, dass Dinge funktionieren – auch dann, wenn sie im Hintergrund bleiben. Ich möchte dazu beitragen, dass Abläufe klar sind, Informationen auffindbar bleiben und der Verein Schritt für Schritt stabiler und handlungsfähiger wird.

Wenn dein Backgammon-Stil ein Tier wäre – welches und weshalb?
Ein Löwe: aufmerksam, präsent und mit klarer Haltung. Ich spiele gerne kontrolliert und selbstbewusst – und greife entschlossen an, wenn sich eine Gelegenheit bietet.

Was machst du, wenn du nicht würfelst oder über den Doubling Cube grübelst?
Ich bin ein Familienmensch und verbringe viel Zeit mit meiner Frau und unserem neugeborenen Sohn. Daneben treibe ich gerne Sport und arbeite viel von zu Hause aus.

Welche Person oder welcher Moment hat dich im Verein besonders geprägt?
Sehr prägend war für mich eine Partie gegen Cevdet Cebe, der mir spielerisch klar die Grenzen aufgezeigt hat. Durch seine Buchempfehlungen und Rechentipps fand ich einen besseren Zugang zum Spiel und konnte mich in der Szene weiterentwickeln. Diese Offenheit und Hilfsbereitschaft haben mich stark motiviert.

Was dürfen die Mitglieder von dir nicht erwarten – und was ganz sicher schon?
Nicht erwarten darf man, dass immer alles perfekt läuft – dafür bin ich noch zu neu im Verein. Erwarten darf man jedoch Einsatz, Lernbereitschaft und den Willen, Dinge zuverlässig umzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.

Drei Worte, die dich am Brett beschreiben
Lernwillig. Entschlossen. Leidenschaftlich.